60 Jahre Wartburg 353: Die Geschichte einer Automobillegende aus Eisenach 2/2
In Teil 1 dieses Artikels hast Du vieles über die Entwicklung der Eisenacher Motorenwerke und des Wartburg erfahren. Vom ersten Wartburg-Motorwagen bis zum Wartburg 311. Mit dem Wartburg 312 modernisierten die Eisenacher den Vorgänger in vielen Belangen und gingen einen entscheidenden Schritt zum (damals) modernen Wartburg 353. In diesem 2. Teil beantworte ich Fragen wie: Warum blieb der Zweitaktmotor so lange erhalten? Was wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt? Warum wurden die Ideen der Ingenieure nicht umgesetzt? Wartburg und Motorsport, passt das zusammen? Warum war der Wartburg 353 auch international beliebt? Solltest Du Anmerkungen und zusätzliche Informationen haben: Schreib es in die Kommentare!
Der Wartburg 312: das entscheidende Bindeglied zum Wartburg 353
Spricht man über die Entwicklung des Wartburg 353, wird häufig direkt vom Wartburg 311 zum neuen Modell von 1966 gesprungen. Tatsächlich fehlte jedoch ein entscheidendes Kapitel der Entwicklung: der Wartburg 312.
Obwohl der 312 nur rund zwei Jahre gebaut wurde, zählt er zu den wichtigsten Fahrzeugen der Eisenacher Automobilgeschichte. Er war kein eigenständiges Neufahrzeug, sondern ein technisch grundlegend überarbeiteter Wartburg 311, der bereits zahlreiche Baugruppen des späteren Wartburg 353 erhielt. Deshalb bezeichnen ihn viele Fachleute als Vorserienmodell oder Brückenmodell zwischen zwei Fahrzeuggenerationen.
Gerade diese Rolle macht den Wartburg 312 heute zu einem der interessantesten Klassiker aus Eisenach.
Warum wurde der Wartburg 312 entwickelt?
Bereits Anfang der 1960er-Jahre arbeiteten die Konstrukteure des Automobilwerks Eisenach an einem vollständig neuen Wartburg. Das Projekt zog sich jedoch länger hin als geplant. Gleichzeitig war klar, dass das blattgefederte Fahrwerk des Wartburg 311 den steigenden Anforderungen nicht mehr genügte.
Anstatt bis zur Einführung des Nachfolgers zu warten, entschied sich AWE, die wichtigste technische Neuerung bereits im laufenden Modell einzuführen. So entstand 1965 der Wartburg 312.
Seine Aufgabe war es, die neue Fahrwerkskonstruktion unter Serienbedingungen zu erproben und gleichzeitig die Produktion auf den kommenden Wartburg 353 vorzubereiten.
Das neue Fahrwerk: die wichtigste Innovation
Der größte Unterschied zwischen Wartburg 311 und Wartburg 312 lag unter dem Blech.
Während der Wartburg 311 noch auf einem separaten Kastenrahmen basierte, erhielt der Wartburg 312 eine völlig neu entwickelte Plattform. Die vorher verwendeten Blattfedern wichen modernen Schraubfedern.
Diese Bodengruppe wurde nahezu unverändert in den späteren Wartburg 353 übernommen.
Die wichtigsten Vorteile:
- deutlich höhere Verwindungssteifigkeit
- bessere Straßenlage
- geringeres Wankverhalten
- mehr Fahrkomfort
- verbesserte Fahrsicherheit
- einfachere Wartung
- längere Wartungsintervalle
Mit dieser Konstruktion machte das Automobilwerk Eisenach einen großen Schritt in Richtung moderner Fahrzeugtechnik.
Der Übergang zur neuen Fahrwerkstechnik begann bereits mit den letzten Modellen des 311. Die Aussparungen der Federbeine waren bereits geprägt und zum Ende schon gestanzt.
Einzelradaufhängung rundum
Eine der bedeutendsten technischen Neuerungen war die vollständig überarbeitete Radaufhängung.
Der Wartburg 312 verfügte über:
Achse | Konstruktion |
Vorderachse | Doppelquerlenker mit Schraubenfedern |
Hinterachse | Schräglenkerachse mit Schraubenfedern |
Auch die Räder wurden im Vergleich zum Vorgänger kleiner. Von nun an war er mit 13-Zoll-Rädern ausgestattet. Das hatte natürlich auf den oft schlechten Straßen der damaligen DDR auch Nachteile.
Diese Konstruktion war dem bisherigen Fahrwerk des Wartburg 311 deutlich überlegen.
Vor allem bei höheren Geschwindigkeiten fuhr sich der Wartburg wesentlich ruhiger und präziser.
Der bewährte Dreizylinder blieb
Während Fahrwerk und Bodengruppe vollständig neu entwickelt wurden, blieb der Antrieb weitgehend unverändert.
Zum Einsatz kam weiterhin der bekannte Dreizylinder-Zweitaktmotor mit 992 cm³ Hubraum.
Seine wichtigsten Daten:
Merkmal | Wartburg 312 |
Motor | Dreizylinder-Zweitakter |
Hubraum | 992 cm³ |
Leistung | 45 PS |
Getriebe | Viergang |
Höchstgeschwindigkeit | ca. 125 km/h |
Damit blieb der Wartburg seiner erfolgreichen Motorenkonstruktion treu.
Warum war der Wartburg 312 so wichtig?
Der Wartburg 312 diente nicht nur als Übergangsmodell.
Er ermöglichte den Ingenieuren,
- neue Fahrwerkskomponenten zu testen,
- Produktionsabläufe anzupassen,
- Zulieferer auf neue Bauteile umzustellen,
- Erfahrungen für den Wartburg 353 zu sammeln.
Ohne den Wartburg 312 wäre die Einführung des Wartburg 353 vermutlich deutlich schwieriger verlaufen.
Heute ist dieses Modell vergleichsweise selten und genießt unter Sammlern einen hervorragenden Ruf, was sich auch in den Preisen niederschlägt.
1966 – Die Geburt des Wartburg 353
Am 1. Juni 1966 begann offiziell die Serienproduktion des Wartburg 353.
Damit endete nach zehn Jahren die Ära des Wartburg 311.
Für das Automobilwerk Eisenach war der Wartburg 353 weit mehr als nur ein neues Modell.
Er stellte die größte Neukonstruktion seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs dar und sollte das Gesicht des Werkes für die nächsten 25 Jahre prägen.
Ein modernes Design für eine neue Zeit
Bereits auf den ersten Blick unterschied sich der Wartburg 353 deutlich von seinem Vorgänger.
Die elegante Pontonkarosserie der fünfziger Jahre wich einer sachlichen, funktionalen Linienführung.
Typische Merkmale waren:
- große Glasflächen
- flache Motorhaube
- kantige Kotflügel
- breite Spur
- kurze Überhänge
- klare horizontale Linien
Das Design orientierte sich an internationalen Trends der Mitte der 1960er-Jahre.
Viele Fachjournalisten verglichen den Wartburg damals mit Fahrzeugen wie dem Peugeot 404, Opel Rekord oder Fiat 124.
Natürlich war der Wartburg technisch nicht mit diesen Fahrzeugen identisch, seine sachliche Formensprache wirkte jedoch überraschend modern.
Mehr Platz für die ganze Familie
Die neue Karosserie brachte deutliche Vorteile im Alltag.
Gegenüber dem Wartburg 311 bot der 353:
- mehr Schulterfreiheit
- größere Türen
- höheren Einstiegskomfort
- größeren Kofferraum
- bessere Rundumsicht
- angenehmere Sitzposition
Gerade auf langen Urlaubsreisen machten sich diese Verbesserungen bemerkbar.
Die Technik des Wartburg 353
Obwohl der bekannte Dreizylinder-Zweitaktmotor übernommen wurde, erhielt nahezu das gesamte Fahrzeug zahlreiche Verbesserungen.
Motor
Merkmal | Wartburg 353 |
Motor | Dreizylinder-Zweitakt-Reihenmotor |
Hubraum | 992 cm³ |
Leistung | 45 PS (ab Mai 1969 50 PS) |
Kühlung | Wasserkühlung |
Gemischaufbereitung | |
Verbrauch | 9,3 l/100 km (Tourist 9,8 l/100 km) |
Der Motor entwickelte sein maximales Drehmoment bereits bei relativ niedrigen Drehzahlen. Dadurch wirkte der Wartburg im Alltag überraschend durchzugsstark.
Warum blieb der Zweitaktmotor erhalten?
Diese Frage wird bis heute häufig gestellt.
Bereits Anfang der 1960er-Jahre arbeiteten die Ingenieure in Eisenach an verschiedenen Viertakt-Prototypen. Unter anderem wurden moderne Vierzylinder-Motoren sowie Kooperationen mit anderen Herstellern untersucht. Aus wirtschaftlichen und politischen Gründen entschied die DDR-Führung jedoch, die vorhandene Zweitakttechnik weiter zu nutzen.
Die Gründe waren vielfältig:
- vorhandene Produktionsanlagen
- geringere Herstellungskosten
- Materialeinsparung
- bewährte Konstruktion
- hohe Reparaturfreundlichkeit
Aus heutiger Sicht erscheint diese Entscheidung rückständig. Mitte der 1960er-Jahre war sie jedoch vor allem wirtschaftlich motiviert.
Der Dreizylinder-Zweitakter: einfach, robust und unverwechselbar
Der Wartburg-Motor bestand aus vergleichsweise wenigen Bauteilen.
Es gab:
- keine Ventile,
- keine Nockenwelle,
- keinen Zahnriemen,
- keine Ventilsteuerung.
Dadurch ließ sich der Motor vergleichsweise einfach warten und reparieren. Viele Besitzer schätzten diese unkomplizierte Technik.
Der typische Klang des Dreizylinders wurde zu einem Markenzeichen des Wartburg und ist bis heute auf Oldtimertreffen sofort wiederzuerkennen. Gern wurde er auch als Buschtrommel bezeichnet.
Das Fahrwerk: einer der größten Fortschritte
Während häufig nur über den Zweitaktmotor gesprochen wird, gehörte das Fahrwerk des Wartburg 353 zu seinen größten Stärken.
Die bereits im Wartburg 312 eingeführte Konstruktion wurde weiter optimiert.
Ihre Vorteile:
- hohe Fahrstabilität
- komfortable Federung
- gute Straßenlage
- präzise Lenkung
- angenehmes Langstreckenverhalten
Zeitgenössische Testberichte lobten immer wieder den überraschend hohen Fahrkomfort des Wartburg 353. Besonders auf schlechten Straßen, für die das Fahrwerk hervorragend ausgelegt war.
Frontantrieb: ein echter Vorteil
Wie seine Vorgänger setzte auch der Wartburg 353 auf Frontantrieb.
Während viele westliche Mittelklassefahrzeuge noch Heckantrieb besaßen, bot diese Bauweise mehrere Vorteile:
- bessere Traktion auf Schnee und nasser Fahrbahn
- ebener Fahrzeugboden
- mehr Platz im Innenraum
- geringeres Fahrzeuggewicht
- gutes Fahrverhalten
Gerade im Winter galt der Wartburg deshalb als ausgesprochen gutmütig.
Der Wartburg 353 im Alltag: Ein Auto für nahezu jede Aufgabe
Mit seiner Markteinführung im Jahr 1966 entwickelte sich der Wartburg 353 schnell zum wichtigsten Mittelklassewagen der DDR. Er war größer und leistungsstärker als der Trabant und bot ausreichend Platz für Familien, Geschäftsreisende, Behörden und Handwerksbetriebe. Gleichzeitig machte ihn seine robuste Konstruktion zu einem zuverlässigen Begleiter auf den oft schlechten Straßen des Ostblocks.
Besonders geschätzt wurden:
- der großzügige Innenraum,
- die gute Rundumsicht,
- der große Kofferraum,
- die hohe Zuladung,
- das komfortable Fahrwerk und
- die einfache Wartung.
Diese Eigenschaften machten den Wartburg nicht nur in der DDR beliebt. Auch in zahlreichen Exportländern galt er als praktisches und zuverlässiges Familienfahrzeug.
Die Modellpflege: Aus dem Wartburg 353 wird der 353 W
Kein Automobil bleibt über Jahrzehnte unverändert. Auch der Wartburg 353 wurde kontinuierlich weiterentwickelt, ohne seinen charakteristischen Grundaufbau zu verlieren.
Eine der wichtigsten Überarbeitungen erfolgte 1975.
Die überarbeitete Version erhielt die Bezeichnung:
Wartburg 353 W
Das „W“ stand für Weiterentwicklung.
Ziel war es, Komfort, Sicherheit und Alltagstauglichkeit zu verbessern, ohne die Produktion grundlegend umzustellen.
Die wichtigsten Änderungen
Zu den technischen Verbesserungen gehörten unter anderem:
Bereich | Verbesserungen |
Bremsanlage | Zweikreis-Bremssystem mit Bremskraftverstärker (modellabhängig) |
Fahrwerk | Optimierte Feder- und Dämpferabstimmung |
Elektrik | Verbesserte Lichtanlage und Schalter, Drehstromlichtmaschine mit 588 W (vorher Gleichstrom mit nur 220 W) |
Innenraum | Modernisierte Instrumente und Sitze |
Sicherheit | Verbesserte Gurtsysteme und Karosseriedetails |
Von außen blieb der Wartburg seinem charakteristischen Erscheinungsbild treu.
Gerade diese behutsame Modellpflege trägt dazu bei, dass frühe und späte Fahrzeuge bis heute eindeutig als Wartburg 353 erkennbar sind. Im Laufe der Jahre wurden weitere Details angepasst. Ab 1985 wurde der Kühler nach vorn verlegt. Bis dahin wurde er zwischen Motor und Fahrgastraum montiert.
Der Wartburg Tourist: einer der beliebtesten Kombis der DDR
Bereits seit dem Wartburg 311 gehörten Kombiversionen zum Modellprogramm. Beim Wartburg 353 wurde diese Tradition fortgesetzt.
Die Kombiversion erhielt den Namen:
Wartburg Tourist
Heute zählt der Tourist zu den begehrtesten Wartburg-Modellen überhaupt.
Warum war der Tourist so beliebt?
Der Wartburg Tourist bot Eigenschaften, die damals keineswegs selbstverständlich waren.
Dazu gehörten:
- große Heckklappe,
- umklappbare Rückbank,
- ebener Ladeboden,
- hohes Ladevolumen,
- robuste Technik.
Damit eignete sich der Wagen gleichermaßen für Familien, Camper und Handwerker.
Gerade auf Urlaubsreisen spielte der Tourist seine Stärken aus.
Mit Dachgepäckträger und Anhänger entstand ein erstaunlich geräumiges Reisefahrzeug.
Wartburg Trans: Der Lastenträger
Neben den Personenwagen entstand auf Basis des Wartburg 353 auch eine Nutzfahrzeugversion.
Der Wartburg Trans war vor allem für Gewerbebetriebe gedacht.
Je nach Ausführung entstand daraus:
- Kastenwagen,
- Pritschenwagen,
- Lieferwagen,
- Werkstattfahrzeug,
Obwohl die Stückzahlen deutlich geringer waren als bei den Limousinen, leistete der Trans einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der DDR-Wirtschaft.
Heute sind erhaltene Fahrzeuge ausgesprochen selten.
Der Wartburg 353 S: Mehr Komfort zum Ende der Baureihe
In den 1980er-Jahren erhielt der Wartburg eine weitere Modellpflege.
Die besser ausgestattete Variante (deluxe) trug die Bezeichnung:
Wartburg 353 S
Neben optischen Veränderungen bot sie unter anderem:
- modernisierte Sitze,
- verbesserte Türverkleidungen,
- hochwertigere Stoffe,
- überarbeitete Instrumente,
- zeitgemäßere Ausstattung.
Technisch blieb der bewährte Dreizylinder-Zweitakter jedoch unverändert.
Wartburg im Export: ein Erfolg weit über die DDR hinaus
Obwohl der Wartburg häufig ausschließlich mit der DDR verbunden wird, war er ein bedeutendes Exportfahrzeug.
Die DDR benötigte dringend Devisen. Deshalb wurden zahlreiche Fahrzeuge ins Ausland verkauft.
Zu den wichtigsten Exportmärkten gehörten:
Europa | Weitere Märkte |
Finnland | Kuba |
Dänemark | Ägypten |
Belgien | Irak |
Niederlande | Chile |
Griechenland | Einzelne afrikanische Staaten |
Österreich |
Auch in Großbritannien wurde der Wartburg verkauft. Dort teilweise mit Rechtslenkung.
Für viele Käufer war das Fahrzeug interessant, weil es vergleichsweise viel Platz und eine umfangreiche Ausstattung zu einem günstigen Preis bot.
In der Bundesrepublik Deutschland hingegen genoss der Wartburg aufgrund seines Zweitakters und seiner Herkunft keinen guten Ruf. Ganze 334 Exemplare wurden verkauft.
Wartburg im Motorsport
Obwohl der Wartburg nicht als Sportwagen konzipiert war, nahm er erfolgreich an zahlreichen Motorsportveranstaltungen teil. Die spezielle Rallye-Version Wartburg 353 WR erhielt eine Leistungssteigerung auf 110 PS (142 Nm). Erreicht wurde diese durch drei angepasste Luftfilter des Trabant, eine optimierte Abgasanlage und drei BVF-Flachstrom-Motorradrennvergaser. Zusätzlich wurden ein Fünfgang-Getriebe und ein geänderter Kastenrahmen, ein angepasstes Fahrwerk mit Gasdruckstoßdämpfern, Scheibenbremsen vorn und Magnesiumfelgen verbaut. Auch an der Karosserie wurde durch den Einsatz von GFP (glasfaserverstärktes Polyesterharz) Gewicht gespart (Leermasse 815 kg). Der Wartburg erreichte so eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h.
Seine Stärken:
- geringes Gewicht,
- gute Traktion,
- robustes Fahrwerk,
- leistungsfähiger Zweitaktmotor.
Besonders bei Rallyes bewährte sich der Wartburg immer wieder.
Internationale Erfolge
Der Wartburg startete unter anderem bei:
- Rallye Monte Carlo,
- Rallye Polen,
- Rallye Akropolis,
- internationalen Rallyemeisterschaften des Ostblocks.
Dabei erzielten die Werksmannschaften zahlreiche Klassensiege und beachtliche Platzierungen.
Besonders auf Schnee und Schotter spielte der Frontantrieb seine Vorteile aus.
Melkus, der Ferrari des Ostens!
Eine besondere Verbindung zum Wartburg 353 entstand durch den Rennfahrer und Konstrukteur Heinz Melkus aus Dresden. Seine Firma Melkus entwickelte auf Basis von Komponenten des Wartburg einen leichten Sportwagen, der vor allem durch seine markante Flügeltür-Karosserie bekannt wurde. Der Melkus RS 1000 wurde ab 1969 in Kleinserie gefertigt und nutzte wesentliche technische Komponenten des Wartburg 353, darunter den Dreizylinder-Zweitaktmotor.
Durch konsequenten Leichtbau, eine eigenständige GFK-Karosserie und die sportliche Auslegung entstand aus der eher bürgerlichen Limousine ein außergewöhnlicher Sportwagen. Spätere Fahrzeuge erhielten leistungssteigernde Maßnahmen am Wartburg-Motor, sodass der RS 1000 deutlich bessere Fahrleistungen als der Serien-353 erreichte. Der Melkus RS 1000 gilt heute als einer der seltensten und bedeutendsten Sportwagen der DDR und zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der vergleichsweise einfachen Wartburg-Technik steckte.
Warum blieb der Zweitakter so lange?
Kaum eine Frage beschäftigt Wartburg-Fans bis heute so sehr.
Bereits Ende der 1960er-Jahre war den Konstrukteuren in Eisenach bewusst, dass moderne Viertaktmotoren langfristig notwendig sein würden.
Tatsächlich entstanden zahlreiche Entwicklungsprojekte.
Die Ingenieure hatten längst moderne Lösungen
Im Automobilwerk Eisenach wurden verschiedene Prototypen entwickelt.
Darunter befanden sich:
- moderne Vierzylinder-Viertaktmotoren,
- Fahrzeuge mit VW-Technik,
- verschiedene Karosserieentwürfe,
- völlig neue Fahrzeugkonzepte.
Viele dieser Entwicklungen waren technisch vielversprechend. Beispielsweise der Wartburg 610 M (RGW-Auto) mit einem Dacia-Motor und selbsttragender Karosserie.
Die politischen Entscheidungen
Warum erschienen diese Fahrzeuge nie?
Die Gründe lagen überwiegend außerhalb des Automobilwerks.
Die DDR verfügte nur über begrenzte finanzielle Mittel. Eine vollständige Neuentwicklung von Motoren und Produktionsanlagen hätte Investitionen in Milliardenhöhe erfordert.
Stattdessen entschied die politische Führung mehrfach, die bestehende Zweitakttechnik weiter zu produzieren.
Für die Ingenieure bedeutete dies, den bewährten Dreizylinder immer weiter zu verbessern, obwohl moderne Alternativen bereits existierten.
Letztendlich könnte man die Aussagen der politischen Führung so sehen: „Für unsere Leute reicht der Zweitakter völlig aus!“
Das Ende einer Ära: der Wartburg 1.3
Erst Ende der 1980er-Jahre kam es zum lange erwarteten Wechsel. Nach über 1.225.000 Exemplaren endete die Ära des Wartburg 353.
1988 erschien der
Wartburg 1.3
Anstelle des Zweitaktmotors arbeitete nun ein wassergekühlter 1,3-Liter-Viertaktmotor von Volkswagen, der in Eisenach in Lizenz gefertigt wurde.
Dadurch verbesserten sich:
- Verbrauch,
- Abgasverhalten,
- Laufruhe,
Äußerlich blieb der Wartburg seiner bekannten Form weitgehend treu.
Zu spät für den großen Erfolg
Technisch war der Wartburg 1.3 ein deutlicher Fortschritt.
Doch die politischen Veränderungen überschlugen sich.
Mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989 standen den Käufern plötzlich zahlreiche moderne Gebrauchtwagen aus Westdeutschland zur Verfügung.
Der Wartburg konnte wirtschaftlich nicht mehr mithalten.
1991 endete schließlich die Automobilproduktion in Eisenach.
Damit ging nach fast 95 Jahren Automobilbau unter wechselnden Marken eine der traditionsreichsten Fahrzeugproduktionen Deutschlands zu Ende.
Warum der Wartburg 353 heute Kultstatus besitzt
Zum 60. Jubiläum ist der Wartburg 353 weit mehr als nur ein nostalgisches Erinnerungsstück.
Er steht für:
- deutsche Automobilgeschichte,
- den traditionsreichen Fahrzeugbau in Eisenach,
- die Ingenieurskunst des Automobilwerks Eisenach,
- den Alltag in der DDR,
- den Erhalt historischer Fahrzeugtechnik.
Sein unverwechselbarer Dreizylinder-Zweitaktmotor, das großzügige Raumangebot und seine erstaunlich moderne Fahrwerkskonstruktion machen ihn bis heute zu einem beliebten Klassiker.
Besonders frühe Fahrzeuge, seltene Sondermodelle, originale Tourist-Ausführungen und gut erhaltene Exemplare mit geringer Laufleistung erzielen mittlerweile beachtliche Sammlerpreise.
Auch 60 Jahre nach seiner Premiere begeistert der „Dreidreiundfünfzig“ Oldtimerfreunde weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Er ist nicht nur ein Symbol der DDR-Automobilindustrie, sondern zugleich das letzte große Kapitel einer Automobiltradition, die 1898 mit dem ersten Wartburg-Motorwagen begann und Eisenach zu einem der bedeutendsten Automobilstandorte Europas machte.
Technische Daten und Modellübersicht des Wartburg 353
Der Wartburg 353 blieb während seiner fast 25-jährigen Bauzeit technisch weitgehend seinem Grundkonzept treu. Gerade diese Kontinuität macht ihn heute für Oldtimerfreunde interessant. Während viele Fahrzeuge dieser Zeit durch zahlreiche Modellwechsel schnell verschwanden, wurde der Wartburg 353 durch konsequente Weiterentwicklung immer wieder an neue Anforderungen angepasst.
Technische Daten Wartburg 353 (Grundmodell)
Merkmal | Daten |
Bauzeit | 1966–1988 |
Karosserie | Limousine, Kombi Tourist, Sonderaufbauten |
Motor | Dreizylinder-Reihen-Zweitakter |
Hubraum | 992 cm³ |
Leistung | zunächst 45 PS, später 50 PS |
Drehmoment | ca. 100 Nm |
Kraftstoff | Benzin-Öl-Gemisch |
Gemischaufbereitung | Vergaser |
Kühlung | Flüssigkeitskühlung |
Getriebe | 4-Gang-Handschaltung |
Antrieb | Frontantrieb |
Fahrwerk | Einzelradaufhängung vorn und hinten |
Länge | ca. 4,22 m |
Breite | ca. 1,64 m |
Gewicht | etwa 900–950 kg |
Höchstgeschwindigkeit | ca. 130 km/h |
Die wichtigsten Wartburg-Modelle im Überblick
Die Entwicklung vom ersten Wartburg-Motorwagen bis zum Wartburg 353 zeigt eindrucksvoll, wie sich die Marke über fast ein Jahrhundert verändert hat.
Modell | Bauzeit | Bedeutung |
Wartburg-Motorwagen | Ab 1898 | Erstes Fahrzeug mit dem traditionsreichen Namen Wartburg |
Dixi | 1904–1928 | erfolgreiche Eisenacher Automobilmarke vor BMW |
BMW Eisenach | 1928–1945 | Beginn der BMW-Automobilproduktion in Eisenach |
EMW | 1952–1955 | Übergangsphase nach dem Zweiten Weltkrieg |
IFA F9 | 1950–1956 | technische Grundlage des späteren Wartburg |
Wartburg 311 | 1956–1965 | Neubeginn der Wartburg-Tradition |
Wartburg 312 | 1965–1967 | technisches Bindeglied zum Wartburg 353 |
Wartburg 353 | 1966–1988 | erfolgreichstes Modell der Marke |
Wartburg 1.3 | 1988–1991 | Letzter Wartburg mit Viertaktmotor |
Der Wartburg 353 als Oldtimer
Heute hat sich der Wartburg 353 seinen festen Platz in der Oldtimerszene erarbeitet.
Lange Zeit wurde er außerhalb Ostdeutschlands eher unterschätzt. Viele Fahrzeuge galten als Gebrauchsautos und wurden nach der Wende durch westliche Gebrauchtwagen ersetzt.
Mittlerweile hat sich die Wahrnehmung deutlich verändert.
Sammler schätzen zunehmend:
- die historische Bedeutung,
- die robuste Technik,
- die gute Ersatzteilversorgung,
- die einfache Wartbarkeit,
- den unverwechselbaren Charakter.
Ersatzteile und Wartung
Ein großer Vorteil des Wartburg 353 gegenüber vielen anderen Klassikern ist die vergleichsweise gute Ersatzteillage.
Durch die große Produktionszahl existieren zahlreiche:
- gebrauchte Originalteile,
- Nachfertigungen,
- technische Dokumentationen,
- Spezialisten und Werkstätten.
Die einfache Konstruktion ermöglicht vielen Besitzern, Wartungsarbeiten selbst durchzuführen.
Typische Arbeiten am Wartburg:
- Vergaser reinigen und einstellen
- Zündanlage warten
- Schmierstellen kontrollieren
- Bremsanlage überholen
- Fahrwerksteile erneuern
- Auspuffanlage prüfen
Gerade der Zweitaktmotor gilt als ausgesprochen reparaturfreundlich.
Besonderheiten bei der Restaurierung eines Wartburg 353
Obwohl der Wartburg technisch robust ist, gibt es typische Schwachstellen.
Karosserie und Rost
Wie bei vielen Fahrzeugen seiner Zeit ist Korrosion das wichtigste Thema.
Besonders prüfen solltest Du:
Bereich | Typische Probleme |
Schweller | Rost durch Feuchtigkeitseintrag |
Radläufe | Korrosion durch Schmutzablagerungen |
Türen | Rost an unteren Kanten |
Kotflügel | Durchrostungen an Befestigungspunkten |
Bodenbleche | Feuchtigkeitsschäden |
Rahmenbereiche | Korrosion und Reparaturen |
Eine gute Karosseriesubstanz ist bei einem Wartburg oft wertvoller als eine perfekte Technik.
Mechanische Komponenten lassen sich vergleichsweise einfach überholen. Umfangreiche Karosseriearbeiten sind dagegen deutlich aufwendiger.
Originalität beim Wartburg 353
Wie bei vielen Oldtimern spielt Originalität eine wichtige Rolle.
Besonders interessant sind:
- frühe Baujahre ab 1966,
- originale Fahrzeuge mit wenig Umbauten,
- seltene Tourist-Versionen,
- Exportmodelle,
- Fahrzeuge mit zeitgenössischem Zubehör.
Viele Wartburg wurden im Laufe ihres Lebens verändert.
Typische Umbauten waren:
- andere Felgen,
- moderne Radios,
- geänderte Innenausstattung,
- zusätzliche Spoiler,
- Lackierungen in nicht originalen Farben.
Für den Alltagsbetrieb können solche Veränderungen sinnvoll sein. Bei Sammlerfahrzeugen kann die Originalität jedoch einen deutlichen Unterschied beim Wert ausmachen.
Der Wartburg 353 und das H-Kennzeichen
Für viele Fahrzeuge der frühen Baujahre ist heute die Einstufung als historisches Fahrzeug möglich.
Voraussetzungen:
- Mindestalter von 30 Jahren
- guter Erhaltungszustand,
- weitgehend originaler Zustand,
- Erhalt als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut.
Der Wartburg 353 erfüllt diese Anforderungen bei vielen Exemplaren problemlos.
Bei der Begutachtung achten Sachverständige insbesondere auf:
- Zustand der Karosserie,
- technische Sicherheit,
- Originalität,
- zeitgenössische Umbauten.
Warum der Wartburg 353 technisch unterschätzt wird
Der Wartburg wird häufig ausschließlich über seinen Zweitaktmotor beurteilt. Dabei wird eine seiner größten technischen Stärken oft übersehen: sein Fahrwerk.
Die Kombination aus:
- Frontantrieb,
- Einzelradaufhängung,
- niedrigem Gewicht,
- kompakter Motorbauweise
ergab ein Fahrzeug mit guten Fahreigenschaften.
Gerade auf schlechten Straßen war der Wartburg vielen zeitgenössischen Fahrzeugen überlegen.
Der Wartburg 353 in der Erinnerungskultur
Automobile sind immer auch Zeitzeugen.
Der Wartburg 353 erinnert an eine Epoche, in der Fahrzeuge nicht nur Fortbewegungsmittel waren, sondern oft über Jahrzehnte genutzt wurden.
Viele Besitzer verbinden persönliche Geschichten mit diesem Modell:
- das erste Familienauto,
- Urlaubsfahrten,
- Hochzeiten,
- Wochenendausflüge,
- berufliche Einsätze.
Genau diese Verbindung zwischen Technik und Erinnerung macht den Wartburg 353 heute zu einem beliebten Klassiker.
Fazit: 60 Jahre Wartburg 353: mehr als nur ein DDR-Auto
Der Wartburg 353 war ein Fahrzeug voller Gegensätze.
Er besaß eine technisch moderne Karosserie und ein fortschrittliches Fahrwerk, musste aber über Jahrzehnte mit einem traditionsreichen Zweitaktmotor auskommen. Er war wirtschaftlich notwendig, wurde aber gleichzeitig von Ingenieuren mit großem technischem Engagement weiterentwickelt.
Seine Geschichte ist eng mit der Entwicklung des Automobilwerks Eisenach verbunden. Von den ersten Wartburg-Motorwagen über Dixi, BMW und EMW bis zum AWE.
Zum 60-jährigen Jubiläum zeigt sich: Der Wartburg 353 ist längst mehr als ein Fahrzeug aus der Vergangenheit. Er ist ein Stück deutscher Automobilgeschichte, ein technisches Kulturgut und ein Klassiker, der durch seinen unverwechselbaren Charakter immer mehr Liebhaber findet.
Der Klang des Dreizylinder-Zweitakters, die robuste Technik und die Geschichte hinter jedem Fahrzeug machen den „Dreidreiundfünfzig“ zu einem Oldtimer mit eigener Persönlichkeit.
Eine Empfehlung für Interessierte, die tiefer in die Geschichte und Technik der Eisenacher Motorenwerke eintauchen wollen, ist die Seite des „Zentralen Wartburg-Forum“. Hier findest Du alles Wissenswerte vom IFA F9 bis zum Wartburg 1.3.
Ich selbst fuhr einige Wartburg (311er und 353er) selbst zu Wendezeiten. Und ich tat es gern. Kürzlich durfte ich einen Scheunenfund (Wartburg 311), den ich für einen Freund vermittelt habe, nach erfolgreicher Wiederzulassung besuchen und ihn auch fahren. Zeitreise in die Vergangenheit. Darüber gibt es in Kürze einen eigenen Beitrag.
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FAQ
Warum ist der Wartburg 353 heute ein beliebter Oldtimer?
Der Wartburg 353 besitzt heute einen besonderen Stellenwert in der Oldtimerszene, weil er ein wichtiges Kapitel deutscher Automobilgeschichte repräsentiert. Er war das erfolgreichste Modell des Automobilwerks Eisenach (AWE) und wurde von 1966 bis 1988 produziert.
Neben seiner historischen Bedeutung schätzen Besitzer vor allem die robuste Technik, die einfache Wartung und den charakteristischen Dreizylinder-Zweitaktmotor. Durch seine große Stückzahl sind Ersatzteile vergleichsweise gut verfügbar, wodurch sich viele Fahrzeuge erhalten und restaurieren lassen.
Darüber hinaus ist der Wartburg 353 ein Zeitzeuge der DDR-Automobilgeschichte und verbindet technische Tradition mit persönlichen Erinnerungen vieler Menschen.
Was macht den Dreizylinder-Zweitaktmotor des Wartburg 353 besonders?
Der Dreizylinder-Zweitaktmotor des Wartburg 353 ist eines seiner prägendsten Merkmale. Mit 992 cm³ Hubraum und rund 45 PS war er zwar technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand, überzeugte jedoch durch seine einfache und robuste Konstruktion.
Im Gegensatz zu einem Viertaktmotor besitzt ein Zweitakter weniger bewegliche Bauteile, da Ventile, Nockenwelle und Ventilsteuerung entfallen. Dadurch war der Motor wartungsfreundlich und relativ einfach zu reparieren.
Charakteristisch sind außerdem:
- der unverwechselbare Klang,
- die gleichmäßige Leistungsentfaltung,
- die hohe Reparaturfreundlichkeit,
- die kompakte Bauweise.
Gerade diese Eigenschaften machen den Motor heute zu einem wichtigen Bestandteil des historischen Charakters des Wartburg 353.
Worauf sollte man beim Kauf eines Wartburg 353 achten?
Beim Kauf eines Wartburg 353 sollte vor allem die Karosseriesubstanz geprüft werden. Die Technik gilt grundsätzlich als robust und lässt sich meist einfacher instand setzen als umfangreiche Rostschäden.
Besonders kontrollieren solltest Du:
Bereich | Prüfpunkte |
Karosserie | Schweller, Radläufe, Türen, Bodenbleche |
Rahmen und Unterboden | Rost, Reparaturschweißungen |
Motor | Kompression, Geräusche, Dichtigkeit |
Getriebe | Schaltbarkeit, Geräusche |
Bremsanlage | Funktion und Zustand |
Innenraum | Originalität und Erhaltungszustand |
Fahrzeughistorie | Wartungen, Reparaturen, Dokumentation |
Besonders wertvoll sind Fahrzeuge mit originalem Zustand, nachvollziehbarer Historie und seltenen Karosserievarianten wie dem Wartburg Tourist.



















HOHE ANERKENNUNG für diesen umfangreichen Beitrag! Nicht zuletzt die Ausführungen zum Dreizylinder-Zweitakter sind richtig und wichtig. Ein ähnliches Triebwerk diente auch im ersten Geländewagen der Bundeswehr, dem Lkw 0,25 to oder DKW Munga. Dort wurde er von den jungen Wehrpflichtigen als Fahrer kaum noch verstanden bzw. nicht richtig erklärt, wie er „mit Drehzahl“ zu fahren ist und dass vor dem Start (vor allen nach längerer Standzeit) unbedingt die Mischeinrichtung im Tank zu betätigen ist – denn die Bundeswehr verwendete kein selbst-mischendes Zweitakt-Öl, sondern nur normales Motorenöl für das Gemisch.
Gern habe ich auch im KÜS magazin Nr. 80 (Winter 2024) über den 353 W und vor allem über Egon Culmbacher berichtet.
Findet sich unter http://www.kues.de
Vielen Dank für das Lob! Geht natürlich runter wie Öl. 🙂
Stimmt, der Motor des Munga und des Wartburg hatten ja dieselben Wurzeln.