Wie kann die Oldtimer-Szene junge Leute begeistern?

 

Rovomobil 2 auf einem Oldtimertreffen

 

Stell dir vor: Du stehst auf einem Oldtimer-Treffen. Chrom glänzt in der Sonne, der Geruch von Benzin liegt in der Luft, irgendwo knattert ein Motor aus einer anderen Zeit. Für viele ist das pure Leidenschaft. Doch wenn du genauer hinschaust, fällt etwas auf: Die meisten Besucher gehören eher zur älteren Generation. Die große Frage lautet also: Wo bleibt der Oldtimer Nachwuchs? Und noch wichtiger – wie können wir die junge Generation wieder für diese faszinierende Welt begeistern? Lass uns nicht nur nach Ursachen suchen, sondern nach Lösungen! Die Oldtimerszene ist nicht tot! Nur etwas verstaubt. Schwingen wir den Staubwedel!

 

 

Warum finden sich immer weniger junge Menschen, die sich in der Oldtimer-Szene engagieren?

 

Opel Kadett C Oldtimer

 

Es wäre zu einfach zu sagen: „Die Jugend interessiert sich einfach nicht mehr.“ So stimmt das nämlich nicht.

Die Realität ist komplexer. Viele junge Menschen – insbesondere die Generation Z – wachsen ganz anders auf als frühere Generationen. Autos sind für sie oft kein Symbol von Freiheit mehr, sondern eher ein Gebrauchsgegenstand. Öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing oder E-Mobilität spielen eine viel größere Rolle als früher.

Dazu kommt ein Imageproblem:

Oldtimer gelten oft als „Hobby der Boomer“. Also etwas für die Generation, die mit Schraubenschlüssel und Vergaser groß geworden ist. Für viele junge Leute wirkt das erstmal weit weg von ihrer Lebensrealität.

Und dann ist da noch ein ganz praktischer Punkt:

👉 Zeit und Geld.

Ein klassischer Oldtimer ist oft teuer – in der Anschaffung, im Unterhalt und in der Pflege. Für Studierende oder Berufseinsteiger ist das schlicht schwer machbar.

Aber: Das bedeutet nicht, dass kein Interesse da ist. Es bedeutet nur, dass die Szene neue Wege gehen muss.

 

Hören wir auf, alten Zeiten nachzutrauern und schauen nach vorn!

 

Food Truck Oldtimer

 

Vielfach wurden die Gründe erörtert, die junge Leute von der Oldtimerszene fernhalten. Nun ist es an der Zeit, Schlüsse daraus zu ziehen und das Problem bei den Wurzeln zu packen! Ja, es ist mit Veränderungen verbunden. Doch sind Veränderungen per se schlecht? Ich denke nein. Auch wir haben uns weiterentwickelt und machen heute vieles anders als in unserer Jugend. Und ist es nicht so, dass Dir viele Oldtimer-Events prinzipiell gefallen, aber das gewisse Etwas fehlt?

Überlege mal, was Du anders machen würdest, wenn Du könntest! Wie stellst Du Dir ein unvergessliches Oldtimertreffen vor? Vielleicht etwas mehr Auswahl bei Speis und Trank (nicht nur der obligatorische Bratwurststand)? Ein paar musikalische Einlagen für jeden Geschmack? Vielleicht einen Workshop, bei dem jeder mitmachen kann? Was denkst Du? Schreib es in die Kommentare! Ein paar Möglichkeiten habe ich im Folgenden zusammengetragen.

 

 

 

Fokus auf Daily-Driver und Youngtimer

 

BMW 316i Youngtimer

 

Wenn du junge Menschen für klassische Fahrzeuge begeistern willst, musst du sie dort abholen, wo sie stehen.

Und genau hier kommen Youngtimer und sogenannte Daily-Driver ins Spiel.

Ein Youngtimer – also ein Fahrzeug aus den 80ern, 90ern oder frühen 2000ern – ist oft:

 

  • deutlich günstiger
  • alltagstauglich
  • emotional zugänglicher

Aus Youngtimern werden schließlich in absehbarer Zeit auch Oldtimer! Abgesehen davon: Wer genau setzt die Grenzen für das Mindestalter von Oldtimern? Genau, der Gesetzgeber in Bezug auf die Vergabe von H-Kennzeichen. Der Gesetzgeber verpflichtet uns jedoch nicht, etwas jüngere Fahrzeuge auf Oldtimerveranstaltungen zu verbieten!

Für viele aus der jungen Generation sind das die Autos ihrer Kindheit. Vielleicht der Wagen der Eltern. Vielleicht das erste Auto aus einem Videospiel.

👉 Das schafft sofort eine Verbindung.

Ein alter Kleinwagen aus den 90ern kann für einen 20-Jährigen viel spannender sein als ein perfekt restaurierter Luxuswagen aus den 50ern.

Daily-Driver spielen dabei eine wichtige Rolle. Ein Auto, das nicht nur in der Garage steht, sondern täglich gefahren wird, wirkt lebendig. Es zeigt: Oldtimer sind nicht nur Museumsstücke – sie können Teil deines Alltags sein.

Das ist ein entscheidender Hebel, um Oldtimer Nachwuchs zu gewinnen.

 

 

Starre Muster und Perfektionismus auflösen

 

Junger Mann und sein Oldtimer

 

Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es technikbegeisterte Leute aus der Generation Z. Insbesondere Junge Menschen, die selbst schrauben und reparieren. Zum einen weil es Spaß macht und zum anderen, weil es bares Geld spart. Auch einige Tuner sind dabei. Seien wir ehrlich: Welcher heutige Oldtimerbesitzer hat in seiner Jugend nicht die eine oder andere Sünde an der Originalität seines Fahrzeugs begangen? Auch ich habe an meiner JAWA oder meiner MZ herumgeschraubt (und einige Fremdteile verbaut). Wer von uns hatte als Jugendlicher das Geld, einen Klassiker top zu restaurieren?

Ein Bekannter (16 Jahre jung, in der Ausbildung und Besitzer eines alten Mopeds aus den 1980ern) erzählte mir vor einiger Zeit von seinem Erlebnis auf einem Oldtimertreffen.

Stolz fuhr er mit seinem alten Moped zu einem kleinen Oldtimertreffen. Zuerst war der Eintritt für den Azubi ein tiefer Griff in sein dünnes Portemonnaie (das ist Gott sei Dank nicht überall so). Dann wurde er mehrfach auf sein Moped angesprochen. Nicht immer auf die feine Art. Nach dem Motto: „Das ist aber nicht original!“ oder Sowas Verbasteltes hat auf einem Oldtimertreffen nichts verloren!“

Natürlich sind solche Erlebnisse nicht unbedingt Motivationsfördernd. Er ist AZUBI und kann sich eine teure Restaurierung nicht leisten. Warum sollte man ihn deshalb ausschließen?

Solche und ähnliche Geschichten sind leider nicht selten. Soll Nachwuchs gewonnen werden, dass sollten wir von unserem hohen Pferd herunterkommen und die Motivation lobend anerkennen! Auch wenn die Ergebnisse anfangs nicht die besten sind. Wir alle haben einmal klein angefangen.

 

Meine JAWA 350 und ich

 

 

Ich erinnere mich an meine alte JAWA 350. Ein schönes Motorrad von 1953. Ja, ich habe mich an dem guten Stück ausgetobt. Chopper-Lenker, Scheinwerfer vom Traktor ZT 300, Telegabel, Schutzblech und Armaturen von der MZ TS 250. Damals hätte man mich bei jedem Oldtimertreffen vom Hof gejagt. Und doch war es ein schönes Motorrad, welches eben nur etwas an meinen damaligen Geschmack angepasst wurde. Jederzeit gab es die Möglichkeit, es wieder in den Originalzustand zurückzuversetzen. Grundgedanke der Oldtimerszene sollte doch sein: Altes erhalten und pflegen. Und genau das tat ich. Nur auf die kreative Art.

Egal um welches Hobby es geht. Ohne positive Erlebnisse wird jedes Hobby nur von kurzer Dauer sein! Wir sollten junge Leute, die sich bemühen alte Technik am Leben zu erhalten feiern und nicht zurechtweisen. Wir sollten uns nicht als Gutachter aufspielen sondern loben, dass historische Technik bewahrt wird! Zudem sollten wir Leute, die ihre Schätzchen nur zeigen wollen nicht zur Kasse bitten.

Was wir tun sollten: Engagement ehren!

 

 

Moderne Event-Konzepte

 

Festival Oldtimer junge Menschen

 

Viele klassische Oldtimer-Treffen folgen noch immer dem gleichen Muster:

Parkplatz. Reihen. Fachgespräche. Fertig.

Das Problem? Für neue Besucher – besonders junge – ist das oft wenig einladend.

Was fehlt, ist Erlebnis.

Moderne Event-Konzepte können hier einen riesigen Unterschied machen:

 

  • Kombination aus Oldtimer-Treffen und Musikfestival
  • Foodtrucks statt Bratwurst-Standard
  • Live-Schrauber-Workshops
  • Night Meets mit Lichtinszenierung

 

👉 Es geht darum, Emotionen zu schaffen.

 

Ein gutes Beispiel: Wenn du ein Event besuchst, bei dem Oldtimer, Streetfood, DJs und Lifestyle zusammenkommen, fühlt sich das plötzlich nicht mehr wie ein „Oldtimer-Treffen“ an – sondern wie ein Erlebnis.

Und dann wären da noch Oldtimer-Rallyes. Im Grunde sehr interessante Veranstaltungen für den Nachwuchs. Wenn es da nicht einen Haken gäbe. Hohe Startgebühren sind für AZUBIS und Berufseinsteiger einfach nicht zu stemmen. Es sei denn das Elternhaus ist in der Lage finanzielle Unterstützung zu leisten. Oft sprechen wir hier von bis zu 50 % des Fahrzeugwertes! Eine Idee hierzu wäre: Ältere Teilnehmer oder Sponsoren helfen, um ermäßigte Preise für ein eigenes Starterfeld von jungen Fahrern zu ermöglichen.

Dazu könnten statt starren Zeitmessungen kreative Wertungen eingeführt werden. Spiele, die dem Nachwuchs Wissen über ihr Fahrzeug abverlangen aber dennoch Spaß bringen. Aus den „Eliterennen“ sollten Events für Jung und Alt werden.

Und genau das zieht die junge Generation an.

 

 

 

Digitale Präsenz und Social Media

 

Smartphone Social Media

 

Seien wir ehrlich: Wenn etwas nicht online sichtbar ist, existiert es für viele junge Menschen kaum.

Die Oldtimer-Szene hat hier noch viel Potenzial.

Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube sind perfekt, um:

 

  • Geschichten hinter Fahrzeugen zu erzählen
  • Restaurationsprozesse zu zeigen
  • Persönlichkeiten sichtbar zu machen

 

Denn genau das interessiert junge Leute: Storys statt Datenblätter.

Ein kurzer Clip von einem Motorstart, ein Vorher-Nachher-Video oder ein ehrlicher Einblick in eine Restauration kann mehr bewirken als jede Hochglanzbroschüre.

👉 Wichtig ist Authentizität.

Die Szene muss nicht „cool tun“ – sie ist es bereits. Sie muss es nur zeigen.

 

 

 

Bezahlbare Einstiege schaffen

 

VW T3 Bulli Oldtimer VW Bus

 

Ein zentraler Punkt für mehr Oldtimer Nachwuchs ist ganz klar: der Zugang.

Wenn der Einstieg zu teuer ist, bleibt die Tür für viele verschlossen.

Deshalb braucht es mehr niedrigschwellige Angebote:

 

  • Schrauber-Communitys mit gemeinschaftlich genutzten Fahrzeugen
  • Miet- oder Sharing-Modelle für Oldtimer
  • Projekte, bei denen mehrere Personen ein Auto restaurieren
  • Bezahlbare Preise/Startgebühren bei Events (besonders Rallyes)

 

Auch kleinere, weniger prestigeträchtige Fahrzeuge spielen hier eine wichtige Rolle. Nicht jeder muss mit einem Klassiker im fünfstelligen Bereich starten.

👉 Leidenschaft beginnt oft klein.

Ein günstiger Einstieg kann der erste Schritt in eine langfristige Begeisterung sein.

 

 

 

Kulturgut erlebbar machen

 

Junger Mann mit Oldtimer Junge Generation

 

Oldtimer sind mehr als nur alte Autos. Sie sind rollende Geschichte.

Doch genau das wird oft nicht ausreichend vermittelt.

Für die junge Generation ist Geschichte dann spannend, wenn sie erlebbar ist:

 

  • Mitfahrten statt Absperrband
  • Geschichten statt Daten
  • Emotionen statt Faktenlisten

 

Erzähl die Story hinter dem Auto:

Wer hat es gefahren?

Welche Reisen hat es gemacht?

Was hat es erlebt?

👉 Menschen lieben Geschichten.

Wenn ein Fahrzeug nicht nur ein Objekt ist, sondern ein Erlebnis, entsteht eine ganz andere Verbindung.

 

 

 

Technik-Begeisterung fördern

 

Neckar Jagst 770 Werkstatt Oldtimer

 

Ein oft unterschätzter Aspekt: Oldtimer sind perfekte Lernobjekte.

Während moderne Autos immer komplexer und digitaler werden, sind klassische Fahrzeuge noch greifbar. Du kannst sehen, verstehen und selbst Hand anlegen.

Gerade für junge Menschen mit Interesse an Technik ist das ein riesiger Vorteil:

 

  • Mechanik wird verständlich
  • Reparaturen sind nachvollziehbar
  • Erfolgserlebnisse sind direkt spürbar

 

Workshops, Schrauber-Tage oder Kooperationen mit Schulen und Ausbildungsbetrieben könnten hier viel bewegen.

Das Oldtimer-Netzwerk hat sich dieser Sache bereits angenommen und ein Projekt ins Leben gerufen. Zwei MZ RT 125 werden von Jugendlichen unter fachlicher Anleitung restauriert. Nach Fertigstellung können die Jugendlichen (mit entsprechendem Führerschein) die Motorräder bei Oldtimerausfahrten bewegen um die alte Technik zu erleben und später über ihre Erfahrungen zu berichten. Das Projekt wird durch Firmen aus der Region Thüringen und darüber hinaus gesponsort. Na klar: Werkstatt, Ausrüstung und Ersatzteile sind nicht umsonst.

Solche Projekte sind es wert, in der Fläche weitergetragen zu werden. Der eine oder andere Jugendliche wird durch seine Erfahrungen vielleicht nicht nur Nachwuchs in der Oldtimerszene, sondern sorgt auch dafür, das es in Zukunft auch weiter Werkstätten gibt, die durch alte Technik nicht überfordert sind.

👉 Wer einmal selbst einen Motor zum Laufen gebracht hat, wird diese Erfahrung nicht vergessen.

Das ist echte Begeisterung – und ein starker Motor für neuen Oldtimer Nachwuchs.

 

 

 

Fazit: Die Zukunft der Oldtimer-Szene liegt im Wandel

 

Junge Frau an ihrem Oldtimer

 

Die gute Nachricht ist: Die Oldtimer-Szene hat alles, was es braucht, um auch in Zukunft relevant zu bleiben.

Emotion. Geschichte. Technik. Leidenschaft.

Was sich ändern muss, ist nicht der Kern – sondern der Zugang.

 

Wenn es gelingt:

 

  • junge Menschen aktiv einzubinden
  • moderne Formate zu nutzen
  • Einstiegshürden zu senken
  • und die Faszination sichtbar zu machen

 

… dann wird auch der Oldtimer Nachwuchs wieder wachsen.

 

Denn am Ende gilt:

Die Liebe zum Automobil ist zeitlos – man muss sie nur neu erzählen.

Und ja: es wird auch etwas Geld kosten. Hier ist Solidarität gefragt. Sonst wird die Oldtimerszene zu einer kleinen, elitären Gruppe schrumpfen.

 

Lass uns anpacken! Holen wir die Generation Z an Bord!

 

Wie war Dein Einstieg in die Oldtimerszene? Welches war Dein erster Oldtimer und war er perfekt?

Schreib es in die Kommentare und abonniere meinen Newsletter um keinen Artikel zu verpassen!

11 Kommentare

  1. Guten Tag,

    das Problem liegt vielfach in der Akzeptanz der Fahrzeuge. Meine Frau fährt zb einen komplett restaurierten 86er Ascona C Fliessheck, mein Nachbar ein 87er Audi Coupé B2. Beide zeitgenössisch getunt, beide mit H-Kennzeichen. Und dann bekommt von veranstaltenden Clubs und/oder Besuchern zu hören „Das ist doch kein ‚echter‘ Oldtimer. Viel zu jung“ oder „Ein Oldtimer muss original sein, da darf kein Tuning dran sein“ Doch, das sind die Oldtimer, mit denen wir gross wurden, dass ist unsere Art von Fahrzeugen. Aus genau diesem Grund meiden wir mittlerweile reine Oldtimer Veranstaltungen und besuchen nur noch Old- und Youngtimer-Veranstaltungen. Autos aus der Vorkriegszeit oder Auto aus den 50ern und 60ern schau ich mir gerne an, und meckern auch noch nicht rum, wenn auf einem Treffen gefühlt 30 Pagoden, 40 Käfer und 20 911er stehen. Und diese Akzeptanz würde ich mir gerne von allen wünschen, und ich denke das Autos der 80er und 90er ebenso ihre Berechtigung auf Oldtimertreffen haben, und die Szene ergänzen und auflockern. Wenn sie denn gelassen werden…

    Mfg Michael Wolf

    1. Danke für Deinen Kommentar und die geteilte Erfahrung, Michael! Genau das meine ich. Die starren Ansichten und die Grüppchenbildung stehen der Szene selbst im Weg. Es wäre schön, wenn Kritik wie Deine (und meine) nicht ungehört abprallen oder empört zurückgewiesen werden würde Es gibt ganz ohne Frage Veranstaltungen, bei denen es anders läuft. Ich hoffe, es werden mehr!

  2. Ich glaube das Problem liegt ganz wo anders. Es ist das Problem, welches viele Vereine haben, die Generation Z möchte sich nicht mehr an einen Verein / Club binden.

    Ich bin seit über 15 Jahren Mitglied im AC Mülheim-Kärlich und im Vorstand tätig. Bei uns ist jeder gerne gesehen, mit oder ohne Old- oder Youngtimer. Wir veranstalten alle zwei Jahre ein großes Treffen, mit Foodtruck, Livemusik, Ständen, F1 Rennsimulator, Kaffee, Kuchen und Eis. Der Zuspruch ist groß. Vergangenes Jahr über 1000 Fahrzeuge aus nah und fern. Und trotzdem bekommst du die jungen Leute nicht in den Club.

    Die Generation Z (und teilweise auch die Millennials) konsumiert Erlebnisse lieber punktuell. Man fährt gerne als Gast zum Treffen, genießt das Angebot, möchte aber am nächsten Montag nicht bei der Vorstandssitzung über die Haftpflichtversicherung des Vereins diskutieren oder beim nächsten Mal beim Aufbau helfen müssen.
    Das „Wir-Gefühl“ wird eher temporär auf Events gesucht, nicht mehr als dauerhafte Identität im Clubheim.

    Viele junge Leute assoziieren Vereine leider immer noch mit starren Strukturen, Satzungen und – ganz ehrlich – dem Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, wenn man mal drei Monate nicht auftaucht. In einer Welt, die immer flexibler wird, wirkt eine Vereinsmitgliedschaft oft wie ein „Klotz am Bein“.

    Und die Funktion des Vereins als Wissensbörse ist durch das Internet teilweise redundant geworden. Früher war der Verein der einzige Ort, um an Expertenwissen und Teile zu kommen. Heute holen sich junge Schrauber ihre Tipps bei YouTube, tauschen sich in WhatsApp-Gruppen oder auf Discord aus und verabreden sich spontan über Instagram.

    1. Ja, die Zeiten haben sich gewandelt. Aber ich sehe eben einen Grund auch darin, dass die Strukturen eingestaubt sind. Vereine sollten überlegen, wie sie sich neu erfinden. Auch den Zugang vor Social Media nicht scheuen. Kurz: moderner werden. Dann dürften auch junge Oldtimerenthusiasten Blut lecken. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass sich die Arbeitswelt grundlegend geändert hat. Früher machte man seine Ausbildung im Betrieb zwei Straßen weiter. Und ist dort bis zur Rente geblieben. Heute ziehen die jungen Menschen dorthin, wo es gute Jobs gibt und Karriere möglich ist. Da ist es manchmal schwierig, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen. Alles Dinge, die wir betrachten müssen. Das Problem ist vielschichtiger, als viele glauben.

  3. Guter und aktueller Beitrag, es werden viele Punkte angesprochen, die ich seit Jahren auch schon beobachte und z.T. kritisiere.

    Fahrzeuge
    Die Diskussion „was ist ein echter Oldtimer“ ist ziemlich spießig-deutsch und verläuft oftmals auf Schulhofniveau. Tatsache ist, ein Fahrzeug mit Baujahr 2006 gilt heute als Youngtimer. Da muss ich auch schonmal schlucken. Ohne die Öffnung für jüngere Fahrzeuge wird es aber nicht gehen. Man sieht es gut an den Nennlisten der diversen Rallyes: Fahrzeuge vor ca. 1975 sieht man nur noch extrem selten. Dafür häufen sich Baujahre ab circa 1990. Ich persönlich sehe diverse Auswüchse (Rattenoptik und Fusseltuning) auch kritisch, aber hey, am Ende sind wir alle Autoliebhaber und Altblechbegeisterte. Die Zeiten sind schwer genug, da sollte man sich das Leben nicht noch selber schwer machen mit internen Diskussionen, die manchmal an Monty Python erinnern („Spalter, Spalter!“)
    Treffen
    Hier muss ich dem Bericht 100% zustimmen. Klassischer Ablauf: Extrem früh da sein an einem Sonntag (oder für die Rentner: Treffen immer an einem Mittwoch!), Eintritt zahlen (hat sich auch für Teilnehmer etabliert), Schotterplatz oder feuchte Wiese, parken, Bratwurststand, Dixiklo, Haubentauchen, fertig. Damit kann ich absolut nichts anfangen. Meine weibliche Begleitung noch viel weniger. Es gibt aber auch Positivbeispiele, da gibt es dann etwas mehr Ambiente, Mitmachaktionen. Präsentationen oder auch die schon genannten Food Trucks statt 5 EUR-Bratwurst vom Aldi. Zudem wäre es schön, wenn der Gedanke des Teile- oder Flohmarktes wieder belebt werden könnte. Ich habe z.B. viele Modellautos im privaten Bestand, die würde ich gerne mal bei so einem Treffen verkaufen wollen. Es gab mal in Duisburg die „Historicar“, das war m.E. das beste Treffen ever, hat leider das Zeitliche gesegnet. Das war aber die perfekte Kombination der genannten Aspekte. Aus meiner Sicht haben Treffen aber derzeit (noch?), zumindest hier in der Gegend, absolute Konjunktur, vielleicht, weil die Menschen einfach keine hohen Ansprüche haben.

    OT-Rallyes
    Zu diesem Thema kann man viel schreiben, was ich ja auch anhaltend tue 😊 Hier nur soviel: viele Aspekte rühren daher, dass der ADAC in vielen Fällen als Veranstalter oder Genehmiger mitmischt. Für eine genehmigte Rallye brauchst du eine Versicherung, sonst stehst du wegen Haftungsfragen schon halb in der Insolvenz und/oder im Gefängnis. Bezahlbare Racing Policies gibt es aber m.W. nur über den ADAC. Dann kommen diese ganzen Jahrgangsbeschränkungen, Regeln, technische Kommissare, etc. ins Spiel. Auch weil es sich oftmals um Nachfolger des ehemaligen „echten“ Rallyesports handelt. Viele der älteren und ganz alten Aktiven kommen eben noch aus dieser Zeit. Oder es wurde nach dem Motto „haben wir immer schon so gemacht“ Jahr für Jahr mit Copy & Paste weitergetragen. Endergebnis oftmals: Autohäuser und Schnitzelbuden als Start-/Ziellokale, Pokalvergabe wir 1950, Damenpokale, Youngtimer maximal am Rand zugelassen, miefiges Ambiente. Auch das muss nicht sein, es gibt inzwischen viele junge, frische, Vereine und Veranstalter, die bewusst gegensteuern. Das zeigt sich auch an den Teilnehmerzahlen. Der Marktmechanismus greift auch hier irgendwann. Aus eigener Verantwortlichkeit weiß ich aber auch: die Nenngelder mögen hoch erscheinen, sind aber bei den normalen Rallyes von örtlichen Vereinen weitaus überwiegend über die Gastronomie getrieben. Wenn du was Vernünftiges bieten willst, geht unter ca. 150 EUR pro Team nichts mehr. Es sei denn, man würde auf Selbstzahler und Food Truck umstellen, siehe oben. Aber damit tuen sich die Traditionalisten eben schwer.

    1. Hallo Frank!Danke für Deinen Kommentar. Ich gebe Dir in allen Punkten recht. Was den letzten Punkt (die Rallyes) angeht: Ich finde die Idee der solidarischen Kostenverteilung nicht schlecht. Ich weiß, äußerst schwer umsetzbar, weil viele mit dem Gedanken nicht warm werden (Wieso soll ich für jemand anderen mitzahlen?).

  4. Moin!
    Also wenn ich mir ansehe wie stark die Anzahl der jüngeren Fahrzeuge bei den Oldtimertreffen angestiegen ist, und da relativ junge Leute auch mit gekommen sind, kann ich im Moment das nicht so recht sehen, daß der Nachwuchs stark fehlt. Also es ist mir nicht aufgefallen. Mir ist aber vollen allem aufgefallen, daß die Anzahl der älteren Fahrzeuge ( 60er Jahre und älter ) auf so manchem Treffen zurückgeht. Während aber auf anderen Treffen, diese wieder vermehrt da sind, die jüngeren aber fehlen. Haben wir hier eine Spaltung der Szene? Im Artikel steht ja schon beschrieben, daß die Akzeptanz bei jüngeren Fahrzeugen manchmal fehlt. Wer offen den Besitzern sagt: Das ist doch kein richtiger Oldtimer, weg damit denkt zu kurzsichtig. Hätten unsere Väter in den 50er und 60er Jahren und früher so gehandelt, hätten wir gar keine Oldtimer mehr. Also die jüngeren Oldtimer sind die Zukunft der Oldtimerszene von morgen. Noch ein größerer Fehler wäre es die jüngeren Besitzer deswegen abzulehnen und ein Dialog so gar nicht erst zustande kommt. Denn, wir älteren ( zu denen ich mich mit 56 Jahren jetzt mal zähle ) , wollen ja auch, daß unsere älteren Fahrzeuge weiter gefahren und gepflegt werden. Dazu brauchen wir den Nachwuchs.
    Ich muß ja leider zugeben, daß mich die jungen Klassiker kaum interessieren. Das kenne ich fast alles aus dem Alltag, mich reizt immer das Unbekannte. Ich kann mich jetzt nicht z.B. für einen Golf 4 oder gar 5 begeistern, die man ja schon auf den Treffen sieht. Aber das ist natürlich mein Problem. Ich kann ja auch nicht verlangen, daß die Besitzer solcher Fahrzeuge sich für meinen Vorkriegskram interessieren. Aber man sollte eben die Besitzer respektieren, die solche Wagen aufbewahren, für die späteren Generationen. Ich hasse es eh wie die Pest, anderen Leuten ihre Freude an was auch immer madig zu machen. Unmöglich.
    Ich kann mich noch daran erinnern, wie mein Vater mit mir in den 70ern auf Oldtimertreffen war, und wenn da ein Mercedes Ponton ankam: Das ist doch kein Oldtimer! Für viele waren Vorkriegsoldtimer das Maß der Dinge. Zu der Zeit. Also, das Problem gab es schon immer, fehlende Akzeptanz. Wir älteren, die wir evtl. nichts mit den jungen Fahrzeugen als Sammlerfahrzeuge anfangen können, müssen damit klarkommen, wie die Generation vor uns auch schon. Das ist eben der Lauf der Zeit. Man muß seine eigenen Konsequenzen ziehen. Für mich werden viele Oldtimertreffen uninteressanter, weil die älteren Wagen ( vor 1970 ) oft immer weniger vertreten werden, und man mit einem Auto aus den 50ern schon fast ein Exot ist. Ich vermisse auch die klassischen Oldtimermärkte ( Oldtimerausstellung mit Teilemarkt ), die wohl aussterben und Platz machen für „Oldtimertreffen anläßlich… Erdbeermarkt – Handwerkermarkt – verkaufsoffener Sonntag – Frühlingsfest usw.“. Das ist nicht mehr mein Ding, zu viel Trubel, zu voll, zu eng. Aber wie gesagt, mein Problem. Da bin ich dann eher bei den „Classic Days“ zu finden. Da ist ja auch richtig was los, da wird was geboten. Aber alles Dinge in Bezug auf Oldtimer.
    Ich habe es schon bei einigen Rallyes gesehen, daß es für jüngere Fahrer auch niedrigere Teilnahmegebühren gibt. Das finde ich eine gute Sache. Aber trotzdem bleibt dann der Preis immer noch relativ hoch, oft vierstellig. Oder „Youngster Cups“ habe ich auch schon gesehen. Auch prima.
    Ob jüngere Fahrzeuge ( 90er / frühe 2000er ) eine gute Wahl zum Einstieg sind, sehe ich kritisch. Zumindest aus finanzieller Sicht. Der Kaufpreis mag niedrig sein, aber die Folgekosten können teils extrem sein, weil die Fahrzeuge technisch z.T. sehr komplex sind und Reparaturen enorm kostspielig sein können. Da ist man mit älteren Wagen oft besser bedient, wenn es um die Kostenseite geht.

  5. Ich bin zu den Oldtimern durch meinen Vater gekommen der 1965 mit dem Hobby anfing. Da bin ich natürlich mit dem alten Kram aufgewachsen, als Kind dabei gewesen bei einigen Rallyes die gefahren wurden. Witzigerweise war ich gar nicht scharf darauf meinen Führerschein zu machen, erst mit 21 machte ich ihn. Und mit 25 Jahren hatte ich dann meinen ersten Oldtimer, einen Mercedes 170Sb Bj. 1952. Der war absolut nicht perfekt und offenbarte so viele Macken, daß ich ihn wenig später verkaufte. Tja, Blindkauf aus Schweden. Der erste „Oldtimer“ meines Vaters war auch ein Mercedes 170S aber Bj. 1950, den wir heute noch haben. 15 Jahre alt war der Wagen als mein Vater ihn kaufte und ziemlich runtergerockt, aber er wollte ihn wieder „herrichten“. Für ihn war das eun Klassiker, als Alltagsauto fuhr er Borgward Isabella Coupe zu der Zeit. Man hielt ihn für bekloppt: Schmeiß den Müll weg, was sollen denn die Leute denken, hat seine Mutter damals zu ihm gesagt… das lohnt sich doch gar nicht.

    1. Hallo Thomas!

      Danke für Deine Kommentare.

      Dein Vater hat es also ähnlich erlebt. Mit einem Youngtimer gestartet und dafür schief angeschaut. Ist ja heute (leider) oft nicht anders. Natürlich, nicht überall und nicht jeder. Was den Einstieg mit Youngtimern betrifft: Die Ersatzteilversorgung ist oft noch sehr gut gesichert. Die Kaufpreise sind gering Natürlich müssen auch die repariert werden. Natürlich kommt zunehmend Elektronik ins Spiel. Aber das ist nicht das Ausschlaggebende. Die jungen Leute wollen keine zwei Autos. Sie wollen gewissen Komfort nicht vermissen.

      Und wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind: Ein gut gepflegter Oldtimer mag zuverlässig sein, ein jüngerer Wagen ist es jedoch noch mehr. Auf langen Strecken ist mir beispielsweise ein Volvo 850 oder V70 1 deutlich lieber als ein Opel Olympia oder Ponton-Benz.

      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: 1.000 Kilometer am Tag mache ich mit dem jungen alten Schweden auf einer Pobacke. Da kann ich die junge Generation gut verstehen. Und im Prinzip sind die verdammt schlau. Sie verbinden das Fahren mit einem Klassiker mit Komfort und Alltagstauglichkeit.

      Gerade für Stadtbewohner ohne eigene Garage ist es besser, ein jüngeres Modell zu fahren. Vor 1980 hat man Rostvorsorge nur als lästig angesehen. Auch die Blechqualität war nicht immer die beste, mal abgesehen vom Vergleich mit den M-B-Modellen Anfang der 2000er. Meine Volvos wiesen nach weit über 20 Jahren und bei Kilometerständen zwischen 250.000 und knapp 500.000 Kilometern keinen (oder nur sehr wenig) Rost auf. Ohne regelmäßige Pflege.

      Ein richtiger Oldtimer (50 Jahre +) ist eher etwas für jemanden, der entweder auf ein anderes Fahrzeug zurückgreifen kann oder aber eigentlich nicht zwingend eines benötigt. Das spiegelt natürlich nur meine Ansicht wider. Unterschiedliche Meinungen sind gut und dienen der Diskussion. 🙂

      1. Hallo,

        danke für deine Antwort. Ja, mein Vater war früher in der Situation wie viele sich heute befinden. Allerdings wechselte er ja bald in das andere Lager und akzeptierte nur ältere Autos ( siehe meinen ersten Kommentar ). Er kaufte den 170er damals schon als Liebhaberfahrzeug neben seinen Alltagsfahrzeugen.
        Es kommt halt darauf an, was man will. Ich fahre als Alltagsfahrzeug seit 15 Jahren einen Mercedes 230 TE Bj. 1991 der fast 540.000km auf dem Zähler hat. Der ist noch relativ einfach zu reparieren aber ein Riesenthema ist Rost. Was habe ich an dem Auto schon geschweißt. Aber dem Nachfolgemodell geht es da nicht besser, die können auch gewaltig rosten, obwohl schon tief in den 90ern gebaut. Die Elektronik ist eine Sache, aber es gibt auch mechanische Komponenten die Reparaturkosten nach oben treiben wie Luftfederung, Abgasrückführung, Drallklappen, Turbolader usw. Manchmal gibt es auch Teile für Geld und gute Worte nicht zu kaufen, was natürlich abhängig vom Hersteller ist. Aber selbst bei Mercedes gab es ( ich meine es war der 190er ) keine Bremskraftverstärker, auch nicht gebraucht. Oder für eine andere Baureihe keine ABS Sensoren zu kaufen.
        Gut, wenn ich nur ein Auto haben will, einen jungen Klassiker auch als Alltagsauto fahren will, ist es natürlich komfortabler und auch sicherer. Ich denke halt eher an ein zusätzliches Fahrzeug, was ich nur bei schönem Wetter bewege, was eben doch noch deutlich anders ist, als die doch den neuen Fahrzeugen sehr ähnlichen, jungen Klassikern. Ich käme jetzt nicht auf die Idee mit meinem 124er auf ein Treffen zu fahren, er ist mein Alltagsfahrzeug, ich mag ihn ( sonst hätte ich nicht so viel Geld schon versenkt ) aber zum sammeln, dann doch eher was anderes. Aber das ist halt meine persönliche Einstellung für mich selbst, und wenn andere es anders möchten, ja, warum nicht?
        Was ich aber beobachte ist, daß sich auch jüngere Leute für Vorkriegsfahrzeuge interessieren. Das ist sicher nicht die Masse aber sie sind da. Früher war ich beim Schnauferltreffen in Ibbenbüren ( nur Fahrzeuge bis 1916 und älter ) lange der jüngste Teilnehmer. Ich denke halt, wer sich heute einen jungen Klassiker hält, kommt evtl. mal im weiteren Verlauf des Lebens auf die älteren Fahrzeuge, zusätzlich. Ich bin jedenfalls immer wieder neugierig auf andere Fahrzeuge und deren Technik. Da kommt es halt auch drauf an, wie groß das Interesse ist und was man will. Im Alltag würde ich jedenfalls kein Auto fahren wollen, was 50 Jahre oder älter ist. Da möchte ich schon etwas mehr Komfort haben und zumindest ansatzweise auf der Höhe der Sicherheit sein. Tagtäglich. Ich finde auch die modernere Technik toll, wenn sie funktioniert. Aber der Unterhalt ist mir einfach zu teuer, das Geld was ich in der Werkstatt lasse, das stecke ich lieber in Oldtimer und so bleibe ich bei meinem 124er.

        Grüße

        Thomas

        1. Ich schrieb ja im Artikel_ Der Nachwuchs ist da. Er muss nur abgeholt werden. Allein das Thema Arbeit macht es für heutige Generationen schwerer, sich in Vereinen zu organisieren. Die Zeiten, in denen man 3 Kilometer weiter im Betrieb gelernt hat und bis zur Rente dort blieb, sind längst vorbei. Ein weiterer Punkt der Beachtung finden sollte. Die Szene braucht mehr Flexibilität. Sollte vielleicht auch Leute nicht ablehnen, die eventuell nicht lange bleiben können. Das hätte vielleicht sogar Vorteile. Kontakte bleiben in der Regel bestehen. Neue kontakte zu anderen Vereinen können so entstehen. Vernetzung ist das Zauberwort. Das geht virtuell, aber auch im realen Leben. Und ja: Es gibt so einige Youngtimer, bei denen die Ersatzteilversorgung bereits jetzt miserabel ist. Gibt es bei wirklich alten Fahrzeugen aber auch. Weit öfter sogar. Es gibt aber auch die Massenmodelle (BMW 3er, VW Passat und Golf und viele mehr) bei denen es keine Probleme gibt. Viele After-Market-Hersteller haben den Trend erkannt und produzieren neu. Bei Volvo hat sich zum Beispiel Skandix ins Zeug gelegt und den Markt erschlossen. Für bestimmte Anbauteile, die nicht mehr erhältlich sind, finden sich zunehmend auch kleine private Anbieter. Ich habe vor ein paar Jahren noch Spoilerhalterungen für Volvo 850 und V 70 1 in mühsamer Handarbeit gebaut. Die waren nirgends mehr zu bekommen. Nicht mal in Schweden! Ich hab die Dinger in viele Länder geschickt. Auch nach Übersee.

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